
„Ich plane meinen Ausstieg seit Jahren – und tue das aus einem Angestelltenverhältnis heraus. Mein Arbeitgeber weiß davon nichts. Das ist Absicht.“
Diese Seite ist anonym. Kein Foto, kein vollständiger Name. Das ist keine Koketterie – es hat einen konkreten Grund: Ich bin derzeit noch angestellt, und mein Arbeitgeber soll nicht zu früh erfahren, was ich plane. Wer die Artikel hier liest, versteht warum das zur Strategie gehört.
Vom SAP-Berater zum Kitelehrer
Ich habe Wirtschaftsinformatik studiert und bin danach in den SAP-Bereich gegangen – Angestelltenverhältnisse in Deutschland und der Schweiz, solide Karriere, gutes Geld. Was mich dabei immer beschäftigt hat: das Gefühl, dass die Zeit nicht mir gehört.
Nach ein paar Jahren habe ich das erste Mal die Reißleine gezogen. Längere Auszeit. Südamerika. Kitelehrer. Für viele klingt das nach einer Midlife-Eskapade – für mich war es die Bestätigung von etwas, das ich schon immer wusste: Freiheit ist kein Nice-to-have. Sie ist die Grundbedingung dafür, dass ich funktioniere.
„Nach meiner Rückkehr war ein klassisches Angestelltenverhältnis für mich nicht mehr denkbar.“
Also habe ich mich als Freelancer im SAP-Bereich selbständig gemacht. Das war die richtige Entscheidung – nicht weil es glamourös war, sondern weil es mir zwei Dinge ermöglicht hat: häufige kurze Breaks für Reisen, und die Möglichkeit, ernsthaft Kapital aufzubauen.
Märkte, Futures und das Drei-Strategien-Portfolio
Geld hat mich schon lange interessiert – nicht als Selbstzweck, sondern als Instrument. Bitcoin habe ich verpasst (ja, wirklich). Dafür habe ich mich intensiv mit dem Futures-Handel beschäftigt, insbesondere mit COT-Signalen. Die Renditen waren gut. Das Problem: Es war zeitintensiv – und Zeit ist das, worum es bei diesem ganzen Projekt geht.
Also habe ich umgestellt. Heute fahre ich ein Drei-Strategien-Portfolio, das ausschließlich Indizes handelt. Die Rendite ist moderater als mit Futures – aber sie reicht aus, um mir und meiner Familie ein komfortables Leben zu ermöglichen. Das zeigen Backtests seit 1980. Und es kostet mich einen Bruchteil der Zeit.
Der Deal mit der GKV – und warum ich ihn so gemacht habe
Bis zu meinem 37. Lebensjahr war ich PKV-versichert. Dann habe ich einen Schritt gemacht, den viele für ungewöhnlich halten: Ich habe mit einem Beratungsunternehmen einen bewussten Deal ausgehandelt. Ein befristetes Angestelltenverhältnis für ein Jahr – unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze, damit ich GKV-pflichtig wurde. Das Delta zwischen dem geringen Gehalt und meinem üblichen Stundensatz habe ich über meine GmbH als Lieferant realisiert.
Das Ergebnis: Ich bin seit diesem Zeitpunkt in der GKV. Und damit auf dem Weg zur KVdR – der Krankenversicherung der Rentner, die Kapitalerträge, Dividenden und Mieteinnahmen beitragsfrei lässt. Wer verstehen will warum das so wichtig ist, liest am besten den entsprechenden Artikel auf dieser Seite.
Neben dem Aktiendepot wird eine mit 65 abbezahlte Immobilie zur Selbstnutzung Teil der Basis sein. Rentenversicherungszeiten werden durch das aktuelle Angestelltenverhältnis auf mindestens 5 Jahre gebracht – Voraussetzung für die gesetzliche Rente und damit für die KVdR. Gleichzeitig entsteht Anspruch auf Arbeitslosengeld I – ein bewusst eingeplanter Puffer für die Übergangsphase.
Warum ich seit November 2025 wieder angestellt bin
Das klingt kontraintuitiv – und das ist es auch, wenn man es oberflächlich betrachtet. Aber es hat einen klaren Grund: Ich brauche die Mindestversicherungszeit von 5 Jahren in der gesetzlichen Rentenversicherung. Ein Angestelltenverhältnis ist der komfortabelste Weg, das zu erreichen. Gleichzeitig baue ich damit einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I auf – der mir nach dem Ende des Vertrags einen geordneten Übergang in den Privatier-Status ermöglicht.
Das System bietet diese Möglichkeiten. Man muss sie nur kennen und rechtzeitig nutzen.
November 2027 – und was danach kommt
Mein Zieldatum ist November 2027. Dann möchte ich nicht mehr aktiv arbeiten. Was das konkret bedeutet: kein Kundenprojekt, kein Stundensatz, keine Deadlines die jemand anderes setzt.
Diese Website ist Teil des Plans – und gleichzeitig ein Projekt für danach. Wer den Weg zum eleganten Ausstieg ernsthaft gehen will, kann von den Erfahrungen anderer profitieren. Dafür wird es künftig einen Premiumbereich geben – mit konkreten Berechnungen, Strategien und dem, was ich über Jahre aus eigener Erfahrung gelernt habe.
„Geld steht bei mir nicht über allem. Aber genug davon zu haben, um frei zu sein – das ist das Ziel.“
Wer Fragen hat oder den Weg ähnlich plant: Die Artikel auf dieser Seite sind der Anfang. Der Rest folgt.